Rocksteady


Rocksteady
Rocksteady
 
[englisch, 'rɔkstedɪ], in der Mitte der Sechzigerjahre in Jamaika aus dem Ska durch Veränderungen in der Instrumentation (Wegfall von Piano und Bläsern, dafür E-Bass, Gitarre und Orgel als dominierende Instrumente) und Verlangsamung des Tempos entwickelte, dem Reggae verwandte Musikform, manchmal auch als Stilform desselben bezeichnet, die durch Veröffentlichung des britischen Bluebeat-Labels (Bluebeat) auch in Europa populär geworden ist. Der Übergang vom Ska zum Rocksteady wird hauptsächlich dem jamaikanischen Sänger und Musiker Prince Buster (Cecil Bustamante Campbell, geboren 1938) zugeschrieben, dessen »Al Capone« (1967) und »Ghost Dance« (1965) in der Tat ebenso erfolgreiche wie stilbildende Rocksteady-Produktionen waren. Doch noch bevor der Begriff überhaupt geprägt gewesen ist, hatten Titel wie Peter Toshs (1944-1987) »I'm the Toughest« (1964), das »Rasta Put It On« (1965) der Wailers sowie »Cry Tough« von Alton Ellis (* 1944) bereits alle Merkmale des Rocksteady. Zu einer Schlüsselfigur dieser Periode ist der jamaikanische Radio-Discjockey Duke Reid (1915-1974) geworden, der — der Rolle Alan Freeds für den Rock 'n' Roll vergleichbar — mit seiner Sendung Treasure Isle Time das Genre maßgeblich definierte.
 
In Europa blieb diese Musik vor allem bei den in Großbritannien lebenden farbigen Jugendlichen noch bis zur in der zweiten Hälfte der Siebzigerjahre einsetzenden Reggae-Welle (Reggae) favorisiert und brachte es hier immer wieder zu bemerkenswerten Hit-Erfolgen — 1969 etwa mit Desmond Dekkers (* 1942) »The Israelites« oder 1970 mit dessen Fassung des Jimmy-Cliff-Titels »You Can Get It If You Really Want«.

Universal-Lexikon. 2012.

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